365 Tage – 365 Nächte

Vor einem Jahr haben wir den Bürostuhl gegen den Velosattel und unsere 3-Zimmerwohnung gegen ein kleines Zelt getauscht. Genau heute vor 12 Monaten war es soweit und wir rollten die ersten Kilometer in die Welt hinaus. Ein Jahr, 12 Monate, eine Ewigkeit. Und irgendwie doch nicht. Wir radelten an Seen entlang, durch blühende Apfelbaum-Plantagen, über zahlreiche Pässe, durch enge Canyons, manchmal durch Wälder doch meist durch karge Landschaften, holperten über Asphalt-, Kies- und Schotterstrassen, durch kleine Dörfer und riesige Städte, überlebten auf georgischen Strassen und fanden unseren Platz im chaotischen iranischen Verkehr. Wir campierten auf Zeltplätzen, in Wäldern, am Meer, in baumlosen Ebenen, in der Sandwüste, in verfallenen Häusern, an Tankstellen, schliefen in Hotels, im Container, auf dem Boden in der Küche, in Stuben, in Moscheen. Wir erlagen mit Sonnenstich und Hitzschlag den Temperaturen in der Südosttürkei und erfroren fast bei Schnee im Nordwesten Irans. Verstaubt wurden wir in der Wüste Omans und immer wieder verregnet auf der ganzen Strecke bis Istanbul. Wir verschlangen unzählige Nussgipfel zu Beginn unserer Reise und “frassen” uns durch das Südtirol und Ljubliana. Dafür gab es später ab und zu unterwegs wegen beschränktem Essensvorrat und keinen Einkaufsmöglichkeiten nur Bulgur mit Bulgur. Wir kochten unzählige Tassen Kaffee mit unserem Kaffeekocher. Es gab Momente, in denen wir unser Glück kaum fassen konnten. Und Tage mit Entscheidungen, die weh taten. Auch Tränen vor Enttäuschung über Schmerzen, die nicht weggingen oder Pläne, die geändert werden mussten. Die 12 Monate gingen einerseits rasch vorbei, andererseits war die Zeit so intensiv dass sie uns wieder als sehr lange lange vorkommt.

Ein Jahr, davon verbrachten wir mehr als acht Monate im moslemischen Raum. Drei Monate in der Türkei, vier Monate im Iran. Drei Monate mit Zwangs-Velopause in Georgien und Armenien. Für ein Jahr reisen sind wir nicht sehr weit gekommen, auch 8’700 km mit dem Velo sind im Vergleich zu anderen Velölern nicht sehr beeindruckend. Doch haben wir das Gefühl sehr intensiv unterwegs gewesen zu sein, an vielen Orten sind wir länger hängengeblieben als geplant. Unser grösstes Geschenk ist Zeit, und diese Freiheit geniessen wir so sehr.

Das beste an unserem Vorwärtskommen mit dem Velo sind die Begegnungen mit den Menschen unterwegs. Immer wieder treffen wir auf grossherzige, gastfreundliche Menschen, die uns mit dem, was sie haben, willkommen heissen. Meist geschieht dies in genau jenen kleinen No-Name Ortschaften, wo wir als Busreisende nie ausgestiegen wären, aber als Veloreisende am Ende des Tages halt stranden. Wir sind beeindruckt von der Gastfreundschaft, die uns Fremden entgegen gebracht wird. Ohne all diese Menschen, die uns im letzten Jahr den Weg gezeigt, Wasser gebracht, mit Essen vorsorgt, uns untergebracht und beschenkt haben, wären wir wohl nie so weit gekommen. Und falls doch, wären wir um viele Erinnerungen ärmer, denn genau an diese Begegnungen denken wir am liebsten zurück.

Wir haben viel gelernt im ersten Velojahr:

  • Viel Toleranz: Vor allem füreinander, denn als Veloduo ist das Zusammenreisen, -sein UND -radeln nicht immer nur einfach. Die Hochs können ganz hoch sein und die Tiefs ganz tief. Und stets ist immer nur die gleiche Person da um diese Stimmungen abzufangen. Wir haben uns als Travelos nochmals anders kennengelernt. Toleranz brauchen wir auch für andere Kulturen und Menschen, mehr Akzeptanz für andere Denk- und Lebensweisen.
  • Klischeeabbau: Ob wir wollen oder nicht, irgendwie sind ein paar Vorurteile auch in unseren Köpfen, eingebrannt durch Medien, Erzähltes, Erlebtes. Vieles mussten wir neu beurteilen und Klischees abbauen: Bulgarien? Statt Kriminalität erleben wir Freundlichkeit. Islam? Eine Religion, vor der wir grosse Achtung haben. Die Kurden in der Osttürkei? Waren fast noch freundlicher als die Türken (und die waren schon SEHR freundlich). Iran? Von radikalen Menschen keine Spur – im Gegenteil. Nur die Regierung ist leider so schlimm, wie wir uns vorstellten.
  • Not possible“ is possible: Wie oft hörten wir ein No, you cannot cycle there. Oder ein This is too far! Alles ist relativ, auch in Sachen Strassen und Distanzen. Auch mit dem Velo hat die Holperpiste einmal ein Ende, ist die Passhöhe irgendwann erreicht, kommt das Ziel trotz Wind Kilometer um Kilometer näher. Nicht immer ist es ganz einfach, manchmal braucht es viel Kopfarbeit um stundenlang im Gegenwind zu treten, eine Steigung nach der anderen zu nehmen oder auf schnurgeraden Strassen kilometerlang geradeaus zu fahren. Und das alles freiwillig.
  • Bescheidenheit: Materiell auf den Inhalt von 12 Taschen beschränkt zu sein hat auch seine Vorteile. Wir haben genau das dabei, was wir auch wirklich brauchen. Und wir wissen immer genau, wo was verstaut ist. Nicht nur materiell, auch sonst sind unsere Ansprüche gesunken: Eine Flasche Wasser zum Waschen? Schon mal sehr gut. Fliessendes Wasser? Noch besser. Eine kalte Dusche? Schon ganz gut. Eine heisse Dusche? Wunderbar, jetzt geht der Dreck wirklich weg!
  • Dankbarkeit: Nach diesem ersten intensiven Jahr sind wir dankbar für das Privileg, unterwegs sein zu dürfen. Es ist so spannend, so bereichernd. Dankbar sind wir auch für 12 Monate ohne Sturz und ohne Diebstahl. Und für die körperliche Gesundheit, überhaupt so weit fahren zu können.
  • Gastfreundschaft: Dieses Wort hat eine andere Dimension bekommen. Wie viele freundliche Menschen es überall gibt haben wir erst auf dieser Reise wirklich begriffen. Uns wurde geholfen, wir wurden beschenkt, umsorgt, begleitet, bekocht, berührt, angelacht und immer wieder willkommen geheissen. Für uns der schönste Teil der Veloreise.
  • Freiheitsgefühl: Unsere einzige Einschränkung sind die Visaregelungen, das Klima und unser Bankkonto. Das dieses Gefühl so grossartig ist, hätten wir nie gedacht. Freiheit und Zeit zu haben ist für uns das grösste Geschenk.

Das stetige Weiterziehen fällt uns noch leicht, es zieht uns wortwörtlich noch weiter. Immer wieder bleiben wir aber an Orten hängen, lassen die Taschen mal ausgepackt und geniessen velofreie Tage. Gerade für mich ist aber selten das Weiterziehen das Problem, sondern das Abschiednehmen. Immer wieder von Menschen, Orten, Ländern. Und das, obwohl Abschiednehmen und Weiterziehen beim Reisen leider nun einmal zusammengehören. Ich werde mich wohl nie daran gewöhnen, auch kann ich mich nicht weniger an Menschen und Länder binden. Das bleibt wohl meine Schwachstelle beim Reisen, während bei Miguel ganz pragmatisch das Thema Essen seine Schwachstelle ist: Sind die Portionen gross genug, genügend Abwechslung (mit grossem Pasta-Anteil) und nahrhaft damit er keine Kilos verliert? Und dann braucht es ja noch genügend Desserts und Süssigkeiten um den Zuckerspiegel zu halten. So wie mich Abschiede unglücklich machen, kann er durch das Nahrungsangebot eines Landes die Freude am Essen verlieren. Was ihn ziemlich grummelig macht. Da wären wir wieder beim Thema Toleranz füreinander….

In den letzten 12 Monaten sind wir durch 12 Länder geradelt, haben 8’623 km zurückgelegt, drei Platten geflickt (alle an meinem Hinterrad), sind um zahlreiche Begegnungen und Erinnerungen reicher geworden. Gekostet hat uns das erste Reisejahr nicht einmal zwei (ehemalige) Monatslöhne pro Person. Am günstigsten Tag haben wir nicht nur nichts ausgegeben, sondern noch 30 Rappen geschenkt bekommen – unser einziges Einkommen in diesem Jahr!

Euch danken wir für die Unterstützung in diesem Jahr, sei es als Basisstation zu Hause, mit euren Kommentaren auf die Blogeinträge (die uns immer sehr freuen, sonst ist es zu einseitig!) und euren E-Mails, die uns an eurem Alltag teilhaben lassen. Trotz aller Reisefreude ist es nicht immer leicht, so weit weg von Familie und Freunden zu sein.

Ich könnte diesen Blogeintrag nun endlos weiterschreiben mit weiteren Fakten, Best-of Aufzählungen und Worst-of Listen. Wenn euch nun die Information fehlt welches unsere Lieblingsgegenstände im Gepäck sind, was unsere Hauptnahrungsmittel unterwegs sind, was uns an unserem Veloalltag nervt, wer mehr vorne fährt, welcher Pass der schönste war, welches das teuerste Land war oder euch sonst etwas brennend interessiert, so schreibt uns doch eure Frage ins Kommentarfeld und wir versuchen sie zu beantworten.

Schön, dass ihr immer noch mit uns mitreist! Wir freuen uns auf das 2. Jahr als Travelos.

24 thoughts on “365 Tage – 365 Nächte

  1. Hoi Travelos
    Wow! Erst grad händ ihr doch dr Bricht “100 Tage unterwegs” gschriebe und jetzt isch es scho es joor!
    Danke, dass ihr eus eso lönd dra teilha. Ich stuun ab eurne idrück, lern neui sache kenne und bi dankbar, dass ihr gsund und munter sind.
    Hm, wär mehr vorne fahrt weiss i…aber wär kocht öfters? Dr kaffi isch männersach, oder?
    Ich vermiss euch ihr liebe zwei! Gäbet sorg!!! Adeee

    • Hoi du Liebi!
      Danke dass eus immer so treu schribsch! Also Kaffi mache isch Männersach und s Koche ehrlich gseit meistens au…ich mach dr Koch-Support mit schnitzle und Unterhaltig. Defür bin ich fürs Zmorge zueständig.
      Vermisse dich und euch au! Umarmig!

  2. Hallo ihr beiden Lieben

    Wow, ich habe auch das Gefühl, du hättest mir erst euer Good-Bye-Mail geschickt, liebe Nora!
    Dass ich in diesem Jahr auch selber noch drei Monate reisend unterwegs war, kommt mir im Vergleich ja direkt muuunzigklein vor! 🙂

    Ich bin so froh, dass deine Knie wieder mitmachen und ihr weiterradeln könnt!

    Vielen Dank, dass wir via euren Blog wenigstens virtuell mitfahren können (haha, zum Glück nur virtuell, meine Wädli sind froh 😉 ) und ich freue mich immer ab euren Hammerfotos! Hut ab, Miguel. Ich erhalte dank euch Einblicke in Länder, die sonst nie und nimmer auf meinem Wahrnehmungsradar stehen würden.

    Ich wünsche euch fürs zweite Jahr viele weitere Glücksmoment auf zwei Rädern und zu zweit, gute Gesundheit, weiterhin viel Energie fürs Vorwärtskommen und genügend Zeit, auch einmal länger als geplant verweilen zu können, wenn euch danach ist!

    Alles Gute und liebe Grüsse!

  3. Na ja, Ihr liebe Zwei! Bi no am Uspacke vo de Rucksäck und versuech mi wieder im Schwizer Alltag zrächtzfinde!
    Es isch e herrliche und lehrriiche Monet gsi im Nahe und Mittlere Oschte! Und es isch natürlich eso wunderbar gsi, mit Euch Zwei Liebe dörfe e bitz Mensche und Landschafte usw. im Iran kennelehre und erläbe….
    Jo, i ha euch neu erläbt, dass ihr als Paar enorm zämmegwachse sit in däm Johr und würklich es “Super-Reise-Dream-Team” sit. Mi gspürt, dass Ihr enander in Freud und Leid, in Hochs und Tiefs echti Partner bliibet, zämme Freud zeiget und enander in Schwierigkeite und moralische Tiefs wieder uf d’Bei cho hälfed.
    Ich glaub, eso ne Velo-Reis wär für mängs Paar wie ne Therapie – es muess jo nid grad es ganzes Johr si!! – wo über “Sein oder nicht Sein” vonere Beziehig chönnti nochedänkt und entschiede wärde….oder nid?
    Uf jede Fall meini, Ihr sit in dere Beziehig ganz guet unterwägs…..Drum wünsch ich Euch ganz viel Glück und Muet und Säge für’s zweite Johr “gonetravelo”. Gueti Kraft bim schnälle Durchquere vo Tadschikistan und de “Relaxing” wieder in Usbekistan!
    Ich hätti Euch zwar ebeso gärn zrugg in dr Schwiz, aber nachdäm i do wieder einigermasse frustriert gseh, mit was für eifältige Problem (zB. Grippen ja oder nei! Hoffentlich NEI! etc. etc.) mir is hierzulande beschäftige, wünsch ich Euch, dass Ihr witerhin Mensche und Länder entdecket, wo anderi, dringenderi Problem müend bewältige als mir in der satte Schwiz! Das macht Euch offe, tolerant und wach für echti Problem in dere Wält

    Alles Liebi und löhnd mir s’wunderbare Yazd grüesse!
    Guido

  4. Hallo, Ihr zwei
    Ich wuensche euch ganz fest, dass es klappt mit den Visa. Usbekistan ist ein traumhaft schoenes Land, und die Leute sind unheimlich freundlich. Ich kann mir gut vorstellen, wie es im Iran ist. Heute wurde auch ich von usbekischen Jugendlichen fotografiert, jedes Maedchen wollte mit mir aufs Foto….
    Liebe Gruesse
    Monika

  5. Hallo Travelos

    Schon 365 Tage unterwegs und wir dürfen daran teilnehmen! Auch nach einem Jahr lese ich mit Begeisterung eure Beiträge und bin von den Menschen und der Kultur in diesen für mich unbekannten Ländern fasziniert.
    Aber natürlich auch, wie ihr immer noch so detailliert über eure Reise berichtet, wie ihr mit einfachen Mitteln vorwärts kommt und ihr nach einem Jahr so eng beieinander noch nicht genug von einander habt 😉

    Eigentlich bin ich euch durch eure Reise näher als sonst. Jährlich treffen wir uns zwar an einem v.D.-Familienfest. Aber es ist jeweils schwer, sich mit allen Tanten, Onkeln, Cousinen, Cousins und nun dem vielen Nachwuchs zu unterhalten oder sogar ein vertieftes Gespräch zu führen.
    So lerne ich dich, Nora, noch viiiiel besser und von einer anderen Seite kennen, und dich, Miguel, erst recht wirklich kennen.

    Ich freue mich somit auf das zweite Jahr Travelos!

    Ganz liebe Grüsse und… hebet wiiterhin sorg

    Claudia

    • Liebe Claudia! Wir haben Freude dass du so treu mit uns mitreist und mithilfst, die Kommentarspalte am Leben zu erhalten 🙂 Danke!
      Das mit dem v.D.-Familienfest stimmt, irgendwie hat man nie Zeit mit allen zu reden…aber ich freue mich dennoch schon auf das nächste Fest, wo ich wieder dabei sein kann. Dann werden wir auf die gute alte Travelo-Zeit anstossen 😉
      Viele liebe Grüsse, Nora

  6. Jo, ihr zwei Liebe
    Zrugg scho fasch im Alltag und doch, ich dänke so vill an euch beidi und an die drei spannende, lehrriche Wuche mit eui. Es het guet do, vo eurem Reise-Knowhow chönne z profitiere und drmit es bitzeli vo däm grosse schöne Land zgseh und offeni fründlichi Lüt dörfe kennelerne. Ich ha au eui als lässigs, ufmerksams und offnigs Paar und Reisebegleitig erläbt. danke vöumou für die Ziit mit eui….
    Übrigens was i nid erfahre ha i däm Blog, und es würd mi (nach de Erfahrige im Viererzimmer) wunder neh, wär amigs bi de Übernachtige im Zält früener wach und aktiv isch 😉 😉
    Ich hoffe jetzt, ihr händ nid es zu grosses Visagstürm in Teheran…
    Händs witerhin guet zäme und gniesseds eifach, all die schöne Momänt und Erfahrige und sit euch au i de nid so eifache Momänt so nöch, wie ich eui erläbt ha
    E feschti Umarmig und ganz en huffe liebi Grüess
    Franziska

  7. Du hesch rächt gha, Nora, es heisst tatsächlich Cardamom…
    Do rägnets ziemli und es isch nid warm
    Liebs nasses Grüessli
    Franziska

    • Hoi Mami! Danke für dini Kommentär – es isch so schön gsi euch do zha! Aha also doch Cardamom.. 😉
      Visa mache Fortschritt do, morn Znacht gömer zrugg nach Yazd ins Kohan zu de Velos. Wärde an euch dänke!
      Hm im Zält bin au ich meistens friener wach und aktiv, aber dr Miguel wird dur die früschi Luft unds Liecht schneller wach!
      Liebe Gruess und e Umarmig us em warme Teheran (für dich glaub scho zwarm!)
      Nora

  8. Ihr Liebe! Scho e Joor sind Ihr wäg und chömed no mindeschtestens eins mehr net heim…! Ihr fehled natürlich immer und trotzdäm het me sich miesse dra gwöhne, Euch z’vermisse! Ich finds witzig, z’läse, dass es au en Reisealltag git und ganz klar isch, wär was macht 🙂 Ich bi immer froh, wenn ich lies, dass es Euch guet goot und Ihr glücklich sind. Ich wünsch Euch ganz fescht, dass Ihr wyterhin vieli schöni Erläbnis wärdet ha, dass es ohni witeri Chnü-Zwüschefäll goot und Ihr au sunscht xund bliebed! Schön, läbe mir im Joor 2014, wo sone Blog, Kontakt übers Internet oder sogar “Videotelefon” möglich isch, unvorstellbar wenn das net wär! Trotzdäm würdi mängmol am liebschte “schnäll” ins Flugi stiege und Euch wo au immer schnäll go bsueche und z’drugge! Macheds guet, grosse Mutz

    • Hoi du!
      Danke für dini liebe Wünsch! Also mr wüsse jo gar nonig genau ob mr nomol e ganzes Johr ahänge, das stellt sich no use. 🙂
      Stimmt, mr sin au froh um die technische Errungeschafte hützutags – früehner hätt me gar nüt vonenander ghört und denn zrugg deheim gaanz e huffe z verzelle gha!
      Liebe Gruess & Mutz!

  9. Hallo Nora &Michael
    von Guido habe ich am Spielmann Cousinentreff vieles von euch und dem Iran erfahren. Echt spannend auch eure Berichte und Fotos. Ich verfolge eure Reise seit Anfang. Beim Punkt Bescheidenheit mit Material kommt mir gerade unsere Züglete in den Sinn. Da brauchte ich nicht 12 Taschen, sondern deren 1200 für den ganzen Kram. Da muss ich wohl mal über die Bücher und einen Container vors Haus stellen. Nach 35 Jahren Puschlav wohnen wir nun wieder änet den 2 Pässen.
    Mich interessiert mal was ihr in den letzten 365 Tagen in Sachen Tier – Krabbel und Insekten schon erlebt habt, vorallem bei Zeltromantik .
    Häbets guet zäme und gueti Fahrt
    Giovanni

    • Ciao Giovanni!

      Schön dass du so treu dabei bist, das freut uns sehr!

      Bezüglich Krabbeltieren hatten wir erstaunlich wenige Begegnungen. Abgesehen von gelegentlichen Schlangen (auf der Strasse) hatten wir beim campieren noch keine ungewollten Besucher. Sogar im Oman beim Wüstencamping suchte ich vergebens nach einem Skorpion!
      Statt Krabbeltiere hatten wir aber einige Male Trampeltiere ums Zelt (Dromedare), aber auch Schafe und Ziegen.

      Viel Spass beim Ausmisten eurer 1200 Kisten/Taschen! 🙂

      Liebe Grüsse!

  10. liebe Nora und Miguel
    soeben habe ich gesehen, dass ihr das Visum fuer usbekistan habt. Da koennt ihr bald dieses Land auch durchfahren. Ich freue mich fuer euch.
    Herzliche gruesse aus chiwa
    Monika

    • Hallo Monika,

      Ja, zwei von drei Visa habern wir beschaffen können. Wir sind gespannt wie uns Zentralasien gefallen wird. Der Iran ist schwer zu toppen! Aber wir freuen uns auf einen neuen Abschnitt!
      Liebe Grüsse und noch einen schönen Aufenthalt in Usbekistan!

  11. Hoi zäme

    Unglaublich wie die Zit vergoht. Scho wider es Johr ume! Ich freu mi jedes Mol wenn ä neue Bricht vo euch ufeglade wird und finds extrem spannend mit euch so chöne “mitreise”.
    Die Gastfründschaft und die wunderbare Landschafte wo dir dörfet erläbe si eifach unglaublich.

    Weles si bis jetzt für euch die absolute Highlights gsi landschaftlich?

    Ich wünsch euch fürs 2. Johr witerhin vill Spass, Gsundheit und vill interessanti Begegnige!

    Liebi Grüess
    Barbara

    • Hoi Barbara! Danke vielmol für din liebe Kommentar! Also landschaftlich sind für uns Kappadokien (Türkei) und dr Oman d Highlights gsi. Guet gfalle het uns au d Natur in Slovenie.
      Hoff mir chönd dich au im 2. Reisejohr mit spannende Bricht erfreue!
      Ganz liebi Grüess, Nora

  12. Ihr Lieben, jetzt bin ich aber stark am Rechnen. Erst zwei Monatslöhne (CH) pro Person habt Ihr in einem Jahr verbraucht. Ihr habt damals 18 Monate (ca.) gearbeitet, vielleicht so 1/3 des damaligen Monatslohn auf die hohe Kante gelegt…. Dann hättet Ihr jetzt noch……..???? usw. usw. Mir wird schwindlig, denn Ihr könntet ja noch Jahre unterwegs sein!!! Dabei wünschte ich mir so sehr, dass Ihr dann doch bald einmal wieder hier unter uns seid. Welches Land war denn bis jetzt das Teuerste? oder das Korrupteste, sodass Ihr da und dort Bakschisch geben musstet (wenn überhaupt)?
    Liebe Grüsse
    Mary-Jones

    • Hoi Mary-Jones!
      Du liegst gar nicht schlecht mit deinen Berechnungen. Finanziell gesehen können wir uns sicher noch eine Weile über Wasser halten – vor allem auch in Anbetracht dessen, dass es gegen Osten tendenziell günstiger wird. 😉
      Das bisher teuerste Land auf unserer Reise ist noch immer die Schweiz, gefolgt vom Oman und wohl auch den Emiraten, hätten wir da nicht gratis übernachten können.
      Das bisher günstigste Land ist der Iran, gefolgt von Armenien (aber auch nur, weil wir dort über einen längeren Zeitraum gratis wohnen konnten).
      In Sachen Korruption kommen wir mit dem Kapitel Zentralasien erst jetzt so richtig in Schwung – bisher kamen wir glücklicherweise um Schmiergelder herum.
      Ganz liebe Grüsse!

  13. Wow, gratulation zu den Visas! Da habt ihr ja schon mal eine Riesenhürde geschafft! Viel Kraft und wunderschöne Naturmomente in den Stans (vor allem in den Höhen der Stans, wenn ihr dann mal oben seid… 😉 ), wir freuen uns schon auf die Fotos… häbets ganz guet, s&j

  14. Juhui – freu mi für Euch dass es jetzt au mit em dritte Visum klappt het! Wünsch Euch e guete Ufbruch und e tolli Witerreis! Gänd Sorg!

  15. Super, jetz händ ihr also au freie Fahrt dur Turkmenistan beko! Ischs jetz nur es Durchreisevisum vo fünf Täg? Ich hoffe, dass Ihr doch nid mit eme Affezahn durch das Land müend pressiere, süscht mached denn lieber Lastwagestopp bis an di usbekischi Gränze.
    Nora: nid truurig si bim Abschied vom wunderbare Iran mit sine eimalig nätte Mensche. Mir reise eifach wieder in das Land, wenn ihr denn zrugg sind, gäll! Und mir sind de gärn wieder derby!
    Miguel: nid truurig si bir Usreis. Es git bestimmt wieder e bitz abwächsligsrichers ÄSSE in de Stan-Staate.
    Und zur Letscht no es bsunders Grüessli us dr Heimat: überem Husigang an dr Salmi hets jungi Rotschwänzli imene Näscht. Dr Manuel luegt immer mit mir und är schickt es Küssli sim liebe Gotti Nora!
    Bhüet euch Gott!

    • Hoi Gidiman! Jo es isch nur es Transitvisum vo 5 Däg…mol luege ob mir das schaffe! Jetzt fahre mir in drei Däg and Grenze, guet sind mir so langsam denn gohts besser mit Abschied neh als wenn mir tschäggbum in 3h mitem Auto würde and Grenze fahre. Aber ich bi scho schrecklich trurig. Seisch dene Vögeli gugu vo mir und dir e schöne Geburtstag hüt, hoff es isch sunnig bi euch! Umarmig, Noratochter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.