Westwärts nach Bali

Eine weitere 30-Stunden Fahrt mit dem Pelni-Schiff. Haben wir uns das gut überlegt? Schon nur der Ticketkauf ist ein typisch indonesisches Unterfangen. Mehrere Male müssen wir jemanden fragen, wo der Schalter ist um Tickets zu kaufen, bis wir das kleine Fenster in einer steilen Nebengasse entdecken. Mit uns drängeln sich weitere Menschen an das Fenster, wir drängeln mit, etwas was wir nach den vielen Drängel-Ländern immer besser können. Ob wir am Folgetag auf das Schiff wollen oder erst auf das nächste Schiff in zwei Wochen? Morgen, bitte, zwei Tickets. Wir werden angewiesen zu warten. Schon bald schiebt der Ticketmann die beiden Fahrkarten durch das Fenster, CHF 15 kostet die Fahrt pro Person in der Ekonomi Kelas von Labuan Bajo bis nach Lombok. Wir werfen einen Blick auf die Tickets und bemerken, dass das Datum nicht für das Schiff am Folgetag, sondern für die nächste Fahrt zwei Wochen später ist. Also drängelt sich Miguel wieder vor, zeigt die Tickets und meint das Datum sei falsch. No problem, meint der Ticketmann, sie hätten keine Tickets mehr für morgen darum stellen sie nun Tickets für die nächste Fahrt aus. Aber wirklich no problem, wir können morgen aufs Schiff. Eine zweite Person bestätigt dies und wir gehen mit einem mulmigen Gefühl in unser Guesthouse zurück. Mulmig nicht so sehr, dass das Datum falsch ist… in Indonesien ist wirklich vieles no problem. Aber die Aussicht auf ein überfülltes indonesisches Boot ist weniger spassig denn es scheint wirklich niemanden zu interessieren, wie viele Menschen auf einem Boot sind. Voll ist ein Transport nie in diesem Land, weder ein Bus, noch ein Boot.

Unser Schiff, die Tilong Kablia läuft im Hafen von Labuanbajo ein. Das Pier ist bereits voll mit Menschen.

Unser Schiff, die Tilong Kablia läuft im Hafen von Labuanbajo ein. Das Pier ist bereits voll mit Menschen.

Auf ein Neues! Wir drängeln uns durch die Massen zum Pelni Boot.

Auf ein Neues! Wir drängeln uns durch die Massen zum Pelni Boot.

Am nächsten Morgen stehen wir früh auf um gegen 7 Uhr am Hafen zu sein. Das Schiff kommt von der Insel Sulawesi her und sollte in Labuan Bajo gemäss Fahrplan um 8 Uhr ablegen. Wir rollen aus dem Guesthouse und dank der Hanglage der Unterkunft sehen wir nach 200 Metern zum Hafen hinunter – natürlich ist noch weit und breit kein Pelni-Schiff zu sehen. Also zurück ins Guesthouse und noch ein paar Tassen Kopi trinken. Von der Terrasse aus sehen wir glücklicherweise die Hafeneinfahrt und als das Schiff dann um 10 Uhr tatsächlich zu sehen ist, rollen wir zum zweiten Mal aus dem Guesthouse, dieses Mal bis zum Hafen. Unzählige Menschen sind schon versammelt und ich hoffe, dass mindestens genauso viele das Schiff hier in Labuan Bajo verlassen, damit es mehr Platz gibt. Zwei Eingänge werden geöffnet und erstaunlicherweise klappt es sogar, dass die Mehrheit der Aussteigenden das Schiff verlassen kann, bevor wir alle hineinstürmen. Das ist keine Selbstverständlichkeit in Indonesien! Etwas später merken wir warum: Angestellte halten die Einsteigenden zurück, bis niemand mehr aus dem Schiff hinaus kommt. Dann beginnt das grosse Gedrängel wieder, langsam kommen auch wir der Einsteigrampe näher. Ständig schieben sich Träger mit riesigen Schachteln an uns vorbei, Gepäck, Tiere, Haushaltswaren – alles wird mit dem Boot transportiert. Da es kein Gewichtslimit gibt und die Tickets so günstig sind, ist das Schiff der Haupttransport für Menschen die entweder viel Gepäck haben (wie wir) oder sehr arm sind und sich keinen Flug leisten können.

Irgendwann stehen auch wir an der Rampe und schieben die Velos hoch. Kein leichtes Unterfangen, besonders für Miguel denn an seinem Velo ist noch der Wassersack mit zusätzlichen 10 Litern Trinkwasser befestigt. Schnaufend schaffen wir es ins Innere, doch wohin jetzt? Wir können nirgends hin, überall stehen, liegen, sitzen Menschen. In solchen Momenten wäre es von Vorteil, nur einen Rucksack zu haben und nicht ein sperriges Velo mit 5 Taschen daran. Hinter uns drängen schon die nächsten an Bord und alles kommt ins Stocken, wir werden vorwärts geschoben. Aber mit genügend Permisi (Entschuldigung!) und Lächeln quetschen wir uns zwischen die ersten zwei Schlafreihen. Nun sind zumindest die Velos aus dem Weg und die Menschen können wieder passieren. Miguel macht einen Schiffsrundgang um uns einen Platz zu finden, während ich von den Menschen die auf den Betten liegen genaustens gemustert und ausgefragt werde. Bald kommt Miguel zurück, wir tragen die Velos und Taschen einen Stock höher und finden einen Ort für die nächsten 30 Stunden. Erst später, als etwas Ruhe auf dem Boot eingekehrt ist, realisieren wir dass die Tickets gar nicht geprüft wurden! Wie viele blinde Passagiere mit uns mitfahren, wollen wir uns gar nicht ausrechnen. Niemand scheint also eine Übersicht zu haben, wie viele Menschen nun tatsächlich auf unserem Boot sind. Ein überfülltes Boot ist nicht lustig, überall sitzen Menschen, in den Gängen, auf Deck, in den Rettungsbooten. Wir können uns nur wenig bewegen. Ein Pelni-Schiff ist wie ein Mikrokosmos von Indonesien, es ist eng, es wird gelacht, geteilt, interessiert geschaut, gefragt. Es menschelt so sehr, wie immer in Indonesien. Es ist aber auch schmutzig, Abfall bleibt am Boden liegen, die Toiletten sind dreckig. Und so tuckern wir stundenlang westwärts übers Meer. Spät am Abend docken wir in Bima an, dem Hauptort von Sumbawa. Hier verlassen viel mehr Menschen das Schiff, als einsteigen, und ich bin froh darüber.

Geht nicht gibts nicht. Überall sitzen und liegen Passagiere. Die Innenräume im Bauch des Schiffs sind vollgepackt, hauptsächlich Familien mit vielen Kindern belagern die Schlafmatten.

Geht nicht gibts nicht. Überall sitzen und liegen Passagiere. Die Innenräume im Bauch des Schiffs sind vollgepackt, hauptsächlich Familien mit vielen Kindern belagern die Schlafmatten.

In Bima kommen neue Passagiere hinzu.

In Bima kommen neue Passagiere hinzu.

Aber glücklicherweise verlassen in Bima viele Passagiere das Boot. Es gibt etwas mehr Platz.

Aber glücklicherweise verlassen in Bima viele Passagiere das Boot. Es gibt etwas mehr Platz.

Ich lerne Wiliam kennen, einen älteren Herrn mit faltigem Gesicht. Aus Bajawa in Flores sei er und nun ist er unterwegs nach Bali zum Uniabschluss seiner Tochter. Er erzählt mir, dass seiner Tochter ein Bein amputiert wurde da sie Krebs hatte, denn eine Chemotherapie hätte die Familie nicht bezahlen können. In zwei Wochen will er mit dem nächsten Schiff wieder zurück. Er freut sich, dass wir auch in Bajawa waren und so reden wir über den Vulkan Gunung Inerie, den wir bestiegen haben, über die kühle Luft und die Wälder. Wiliam ist katholisch und als er hört, dass wir aus der Schweiz sind, erwähnt er freudig die Schweizergarde in Rom. Vieles will er über Europa und über unsere bisherige Reise durch Indonesien wissen. Ich hätte gerne noch länger mit ihm gesprochen, doch wir nähern uns bereits dem Hafen in Lombok. Als ich zu Miguel und den Velos zurückkomme müssen wir uns schon bald bereit machen um auszusteigen. Dies ist zum Glück einfacher als in das Schiff hinein zu kommen und so stehen wir schon bald auf dem Pier und sind froh, wieder Land unter den Füssen und Rädern zu spüren.

In Lombok verlassen wir das Boot, wie immer unter genauster Beobachtung aller Schaulustigen.

In Lombok verlassen wir das Boot, wie immer unter genauster Beobachtung aller Schaulustigen.

Auf den 20km vom Hafen bis in den Hauptort Mataram merken wir, wie viel reicher Lombok ist im Vergleich zu Flores. Es gibt viel mehr Autos, überall Essen, Läden, die Menschen sind besser gekleidet und es gibt weniger Kinder. Mit einem freudigen Welcome home werden wir von Lily und ihrem Bruder begrüsst. Wir fühlen uns schon fast wieder wie Zuhause, nehmen am Familienleben teil, gehen ein und aus wie wir wollen. Eine unkomplizierte Gastfreundschaft ist das! Es ist spannend, bei einer indonesischen Familie zu wohnen. Einmal mehr staunen wir, wie gesellschaftlich und gemeinschaftlich die Menschen sind, wie wenig Privatsphäre sie brauchen. Das ganze Leben spielt sich im Wohnzimmer ab, das Bedürfnis, in sein Zimmer zu gehen, hat niemand. Individuelle Aktivitäten wie z.B. Lesen macht kaum jemand.

Eigentlich wollten wir lediglich die Hochzeits-Prozession anschauen, welche vor Lilys Haus vorbeizog... wir bleiben aber nicht lange unentdeckt. Alltag im untouristischen Indonesien.

Eigentlich wollten wir lediglich die Hochzeits-Prozession anschauen, welche vor Lilys Haus vorbeizog… wir bleiben aber nicht lange unentdeckt. Alltag im untouristischen Indonesien.

Eine blinde Passagierin hat unbemerkt die Kontrolle über ein Fahrrad erlangt und verteidigt die neue Position wehement: Eine Gottesanbeterin

Eine blinde Passagierin hat unbemerkt die Kontrolle über ein Fahrrad erlangt und verteidigt die neue Position wehement: Eine Gottesanbeterin

Wir bleiben fast eine Woche in Mataram, da wir ein weiteres Mal unsere Visa mit Hilfe von Lily verlängern müssen. Danach rollen wir die 20km zurück an den Hafen von Lombok, wo wir die Autofähre nach Bali nehmen. Wir sind überrascht, dass es bereits zwei Tourenfahrräder auf dem Boot hat – es gibt nicht viele, die in Indonesien mit dem Velo unterwegs sind. Schnell haben wir die Radler unter den Passagieren ausgemacht, denn viele Ausländer sind nicht an Bord und die Fahrradtaschen sind ein eindeutiges Identifizierungsmerkmal. Umso mehr staunen wir, als sich die beiden als ein ca. 65-jähriges Paar als Holland erweisen, das für knapp zwei Monate durch Indonesien radelt. Wir ziehen unseren Velohelm vor ihnen – das heisse Tropenklima, die Steigungen, der wenige Komfort… bravo!

In Bali erwartet uns wieder ein anderes Indonesien. Es ist anonymer, wir werden im Vergleich zu den anderen Inseln kaum gegrüsst und wahrgenommen, so sehr sind sich die Balinesen und Balinesinnen an Fremde gewöhnt. Es hat viel Verkehr, perfekte Strassen, die touristische Infrastruktur ist schon nur im Hafenort Padangbai auf einem ganz anderen Level: Saubere Bettwäsche, eine richtige Dusche statt nur einem Eimer Wasser, eine funktionierende Klospülung, WiFi, Touranbieter, Fruchtshakes, Pizza, europäisches Frühstück, Massagen… der Gegensatz zwischen dem Leben der konsumorientierten Touristen – auch wir gehören dazu – und dem Standard auf den meisten Inseln Indonesiens könnte kaum grösser sein. Mit unseren Velos pendeln wir immer zwischen diesen Welten hin und her. Und so brauche ich ein paar Tage bis ich mich an Bali gewöhne, vermisse das Unerwartete, das Spontane, das Echte, das Herzliche, die Kontakte. Ich fühle mich unwohl mit diesen Gedanken, da Bali eigentlich eine wunderschöne Insel ist und die Menschen in Bali auch nett sind. Miguel meint, Indonesien ist nicht Bali und Bali ist nicht Indonesien und ich muss ihm recht geben. Es ist ein ganz anderes Indonesien und so muss ich es auch betrachten.

Wir gewöhnen uns an Bali und lassen uns in Ubud nieder. Es gefällt uns gut hier, hauptsächlich wegen unserer Unterkunft. Am Rande der Reisfelder haben wir ein kleines Studio bezogen und werden uns hier die nächsten Wochen aufhalten. Ubud wächst und wächst, zu viel Verkehr drängt sich durch zu enge Strassen, Tagesausflügler vom Strand drängen sich zwischen Einheimische und hier wohnhafte Westler, darunter viele (Lebens-) Künstler. Die Auswahl an gesundem Essen ist riesig, es gibt einen wöchentlichen Bio-Markt, Festivals, zahlreiche Body-Mind-Soul-Angebote von Ayurveda bis Yoga. Es ist ein angenehmer Ort und die Umgebung mit den Reisfeldern ist wunderschön, auch finden wir je länger je mehr „unsere“ Ecken.

Der Verkehrsstrom durch Ubuds Einbahnstrassensystem ist nahtlos und nimmt dem Ort einiges an Charme.

Der Verkehrsstrom durch Ubuds Einbahnstrassensystem ist nahtlos und nimmt dem Ort einiges an Charme.

Wäre da nicht unser Rückzugsort abseits des Trubels würden wir wohl nicht in Ubud bleiben.

Wäre da nicht unser Rückzugsort abseits des Trubels würden wir wohl nicht in Ubud bleiben.

Aber hier in unserem kleinen Studio mit Kochmöglichkeit gefällt es uns und wir geniessen es, für einmal nicht weiterzuziehen.

Aber hier in unserem kleinen Studio mit Kochmöglichkeit gefällt es uns und wir geniessen es, für einmal nicht weiterzuziehen.

Der Blick von unserer Veranda über die Reisfelder mit dem Vulkan Agung im Hintergrund ist einmalig.

Der Blick von unserer Veranda über die Reisfelder mit dem Vulkan Agung im Hintergrund ist einmalig.

Haben wir mal keine Lust zu kochen bietet Ubud eine breite Palette an leckeren Restaurants. So gesund haben wir seit seeehr langer Zeit nicht mehr gegessen.

Haben wir mal keine Lust zu kochen bietet Ubud eine breite Palette an leckeren Restaurants. So gesund haben wir seit seeehr langer Zeit nicht mehr gegessen.

Ein typischer Hauseingang in Bali. Der hauseigene Tempel wird als erstes betreten, wobei immer eine Mauer als Hindernis für die Dämonen folgt (denn diese können nur geradeaus laufen). In diesem Fall wird die Abwehrmauer zusätzlich vom elefantenköpfigen Hindu-Gott Ganesha bewacht.

Ein typischer Hauseingang in Bali. Der hauseigene Tempel wird als erstes betreten, wobei immer eine Mauer als Hindernis für die Dämonen folgt (denn diese können nur geradeaus laufen). In diesem Fall wird die Abwehrmauer zusätzlich vom elefantenköpfigen Hindu-Gott Ganesha bewacht.

In Bali spielt sich das tägliche Leben unter Berücksichtigung des ewigen Kampfes zwischen Gut und Böse ab. Opfergaben tragende Frauen sind ein tägliches Bild auf den Strassen. Alle paar Meter stossen wir wieder auf einen Tempel. Oftmals werden die Gaben auch den Dämonen als Besänftigung dargebracht.

In Bali spielt sich das tägliche Leben unter Berücksichtigung des ewigen Kampfes zwischen Gut und Böse ab. Opfergaben tragende Frauen sind ein tägliches Bild auf den Strassen. Alle paar Meter stossen wir wieder auf einen Tempel. Oftmals werden die Gaben auch den Dämonen als Besänftigung dargebracht.

Dieses drei Wochen alte Büsi haben wir aus dem Strassengraben gezogen. In Ubud gibt es sogar eine Aufnahmestelle für ausgesetzte Katzen und Hunde, einer der Vorteile einer "westlichen" Entwicklung. Dort erholt sich das Tierchen nun von seinen Strapazen.

Dieses drei Wochen alte Büsi haben wir aus dem Strassengraben gezogen. In Ubud gibt es sogar eine Aufnahmestelle für ausgesetzte Katzen und Hunde, einer der Vorteile einer “westlichen” Entwicklung. Dort erholt sich das Tierchen nun von seinen Strapazen.

Bis Mitte November bleiben wir hier und gönnen uns eine Auszeit vom Reisealltag. Nun haben wir auch entschieden, dass wir danach die Richtung, die wir seit Ende eingeschlagen haben, beibehalten und wieder westwärts reisen: Zuerst nach Thailand, wo wir einige Tage mit Sabine, einer Freundin von uns, verbringen werden und danach – sofern mit den Visa alles klappt – geht es nach Indien!

9 thoughts on “Westwärts nach Bali

  1. Hurraaaaaaaaa, wir sind die ERSTEN. 6 Stunden nach Herausgabe des Blocks, sind wir schon am Tropf.
    Große Freude wieder euren Bericht zu lesen. Die MenschenmassenErfahrung auf dem Schiff hat euch gut gewappnet für alles was noch kommt. (Indien)
    In eurem Studio in Ubud könnten wir auch eine Weile leben. Wir wünschen EUCH weiterhin Schöne Erfahrungen. Die langen Aufenthalte zwischendurch halten euch prima fit.
    Bleibt gesund, wir umarmen euch herzlich .
    Wir genießen momentan das wunderbare Herbstwetter in Berlin.
    Eure Gisela&Achim

  2. Au, da habt Ihr es aber schön in Eurem Bungalow in den Reisfeldern! Da könnt Ihr wirklich gut entspannen für die nächsten ca. 6 Wochen. Da könnt Ihr auch 100 %-ige Schutzengel-Power auftanken, denn die braucht Ihr dann für Indien. Bei allen Ländern die Ihr schon durchquert habt, hatte ich nie so grosse Sorge um Euch, wie jetzt, mit Eurem Indien-Projekt. Da sollte sich Nora am Besten als Mann verkleiden (künstlichen Schnauz, Bart und Beret würden genügen, und Brust umwickeln……hi-hi-hi). Nein, aber wirklich, ich lache nicht, Miguel, Du musst dann schon auf sie aufpassen…….
    Und das Menschengedränge in Indonesien scheint mir nur ein kleiner Vorgeschmack zu sein, wie es dann in Indien zu- und hergeht. (Ich habe kürzlich darüber eine Reportage im Fernsehen gesehen)
    Alles in allem, hebet Sorg, ruht Euch gut aus, erholt Euch mit gutem Essen, tankt viel Power, körperlich wie geistig…
    Und dann bis bald wieder, mit lieben Grüssen Mary-Jones

  3. Ihr Liebe Zwei,

    danke viel mol für eure neuschti Bricht, woni jetz grad entdeckt ha. Jo, wär mir grad e bitzeli mulmig, wenn ich mir vorstell, uf so re überfüllte Fähri müesse/dörfe z’reise. Aber mache würdis trotzdäm, grad eso wien ihr…dr Erläbniswärt isch halt unvergliichlich. Beidruckt bini au vo eure Schilderig über di grosse Gägesätz zwüsche de einzelne Insle und was vor allem dr Tourismus uf Bali dört a dr Mentalität vo de Lüt positiv und au negativ veränderet.
    Gniesset jetz also Eures Traum-Refugium in Ubud bis es denn nomol zrugg goht uf Thailand. Lönd eus denn das interessante Land lo grüesse und ich hoffe, dr Rauch vo dene illegale Füür vom März händ sich jetz dört verzoge…derfür sig grad in dene Täg halb Java unter ere dicke Rauchwolke vo dene illegale Brandrodige wägem Palmöl-Boom. Frage: wenn ändlich wärde d’Lüt vernünftiger?

    Denn hoff ich, dass es mit em Visum für Indie klappt. schick euch denn e Huffe gueti Wünsch dörthi mit. Bi gspannt, wie’s euch dört goht und gfallt.

    Mir sind grad am dürestarte vo dr 6-Woche-Reis dur Osteuropa zur Rom-Reis vom 9. – 12. Okt. mit em Gottechind Sara und ihrem Christian. Freu mi sehr, dr Sara dörfe mini Lieblings-Stadt zeige. Ich brichte euch denn au dervo.

    Siget härzlich umarmt und bhüet euch Gott!

    Guido-Paps und Schwiepaps

  4. Huhu ihr liebe. Danke für dr neui blog. Bi froh, dass ihr mit dere fähri gsund am andere ufer acho sind…
    Euches momentane dehei gseht jo au super us. Richtig gmüetlich. Gniessets und planet euri witerreis guet.
    Umarmig

  5. Hallo zusammen

    Wow, ihr habt euch nochmals auf so ein Schiff getraut! Unglaublich, wie sie mit der Sicherheit umgehen.

    In Bali hat es mir im 1998 sehr gut gefallen. Die vielen Rituale (Gut und Böse) sowie die Tempeln haben uns fasziniert. Aber auch im 1998 war es bereits sehr touristisch.
    Euer Studio bei den Reisfeldern sieht sehr schön aus. Da könnt ihr sicher etwas die Seele baumeln lassen und Pläne für die Weiterreise machen.

    Indien…, da habe ich sehr gemischte Gefühle. Das Land würde ich auch gerne bereisen, da es kulturell sehr viel zu bieten hat. Und das Essen ist auch ganz mein Ding 😉
    Ich weiss ja, dass ihr eure Reise gut plant und euch sehr mit dem jeweiligen Land auseinandersetzt. Aber Indien mit Velo und Zelt?
    Es ist nicht das ganze Land gleich. Einige Gebiete sind für Touristen gesperrt und von einigen Gebieten ist wirklich abzuraten.
    Soeben habe ich die Reisehinweise auf der Homepage von EDA geprüft. Mein mulmiges Gefühl beim Durchlesen bleibt leider bestehen.
    Evtl. macht ihr mal eine Ausnahme und reist mit einem Führer? Oder schliesst euch einer Gruppe an? Oder übernachtet doch in Hotels oder ähnlichen Unterkünften?

    Aber nach 2 1/2 Jahren ständig unterwegs sein, sollte ich euch wohl die Planung überlassen und auf euer Wissen vertrauen! Trotzdem hat mich eure Entscheidung überrascht, Indien zu bereisen.

    Soeben sind unsere Ferien wieder zu Ende. Nach einer Woche Schweizer Ferien (Innerschweiz) geht es am Montag wieder zur Arbeit. Wir verbringen jedes Jahr mind. eine Woche Ferien in der Schweiz. Aber es überrascht uns immer wieder, welche uns unbekannten Flecke wir finden. Ja, auch die kleine Schweiz hat viel zu bieten 🙂

    Ganz liebe Grüsse und … hebet sorg

    Claudia

    PS: Evtl. wird mein Eintrag doppelt erscheinen, da ich folgende Info erhalten habe: “Your comment is awaiting Moderation”. Deshalb habe ich einen Link gelöscht und hoffe, dass ihr diesen Kommentar nun lesen könnt 🙂

    • Liebe Claudia,
      du würdest wohl gewisse Ecken von Bali kaum mehr erkennen! Aber die Tempelfeste gibt es immer noch, ständig findet irgendwo eine Prozession oder ein Tempelritual statt.

      Du bist glaube ich nicht die einzige, die sich wegen Indien Sorgen macht. Wir haben bewusst eine Route durch den Süden des Landes gewählt – der ist wohlhabender und etwas einfacher zum bereisen. Vom Wildcamping sehen wir in Indien ab, günstige Unterkünfte gibt es angeblich genügend. Und ansonsten sind wir mittlerweile kreativ genug, um einen alternativen Zelt-Schlafplatz “unter Aufsicht” zu finden (Tankstellen, Moscheen/Tempel, Ambulanzstationen, Schulen, Polizei- und Feuerwehrstationen… hast nicht du einmal in einem Kommentar bemerkt, dass wir mittlerweile ein Buch über unsere kuriosen Übernachtungsplätze schreiben könnten? 😉 )

      Liebe Grüsse!

      P.S.: Ja, Hyperlinks werden in den Kommentaren automatisch blockiert. Zum Glück hat es dann ja doch noch geklappt!

      • Hallo zusammen

        Vielen Dank für eure beruhigenden Informationen über eure Weiterreise.
        Ich freue mich ja schon sehr über die Berichte aus Indien! Aber dann hat man halt wieder so ein mulmiges Gefühl. Ich habe soeben etwas über den Süden recherchiert. Da gibt es sehr schöne Flecken 🙂

        Meinige Schwiegereltern hat die Reise durch Indien, welche bereits ein paar Jahre zurückliegt, sehr gut gefallen. Wobei sie auch von der Armut erzählt haben. Zum Teil war es schwer ertragbar, Kinder am Strassenrand bei übelriechendem Abwasser spielen zu sehen. Aber diese grossen Unterschiede von Arm und Reich kennt ihr ja zu genüge.

        Übrigens… ein ehemaliger Mitarbeiter unserer Regionalzeitung ist seit ein paar Wochen per Anhalter unterwegs und will so die Welt bereisen. Nun ist er in Iran angelangt und wurde prompt an ein Hochzeit eingeladen. Ihm geht es im Iran sehr ähnlich wie euch. Gastfreundschaft ist gross geschrieben. Ich bin gespannt, wie seine Reise weitergeht.

        Liebe Grüsse

        Claudia

        PS: Das Buch “Kuriose Übernachtungsplätze” würde bestimmt ein Hit 😉

  6. Hey Michi,
    vielleicht kennst du mich noch, dein ehemaliger Kima-Buchhalter 🙂
    ab und an lese ich eure sehr interessanten Reiseberichte und bin jeweils fasziniert was ihr so alles erlebt.
    Nun habe ich gelesen, dass ihr zurzeit in Ubud weilt….ich werde vom 26.10.15 – 6.11.15 auch auf Bali sein, u.a. auch ein paar Tage in Ubud. Vielleicht laufen wir uns ja dort über den Weg….Lass es mich wissen, falls du etwas aus der Schweiz benötigst. (Aromat, OVO, YB-Wimpel oder sonst was…)

    Ende Januar gehe ich zum x-ten Mal nach Indien (Goa)….Ich kann nur sagen: freut euch auf alles was ihr in diesem faszinierenden Land erleben werdet!

    lg
    Yves

    • Hey Yves!

      Ja klar kenne ich dich noch, keine Frage! Ich muss zugeben, mir sind sogar die Mehrheit der Kima-Mitarbeiter noch immer ziemlich deutlich in Erinnerung, als wäre es gestern gewesen, dass ich euch verlassen habe. Jedenfalls schön von dir zu hören, hat mich riesig gefreut!

      Super, dass Du auf Bali kommst! Wir werden zu der Zeit auf jeden Fall immer noch in Ubud sein. Wir müssen uns unbedingt zu mindestens einem Abendessen treffen! Wäre ganz toll! Ich teile dir per Kima-Mail noch unsere lokale Handynummer mit, dann kannst Du dich melden, wenn ihr in der Region seid.

      Vielen Dank für dein Angebot betreffend Mitbringsel, ganz lieb – aber abgesehen von Biberli und/oder Mandelbärli brauchen wir eigentlich nichts lebenswichtiges… 😉

      Wusste gar nicht, dass Du in Sachen Südindien Wiederholungstäter bist. Schön zu hören, dass du dort einen Ort gefunden hast, der dir offensichtlich zusagt. Wir sind auf jeden Fall gespannt auf dieses bunte Land und freuen uns riesig!

      Dir wünschen wir jetzt noch gute Reisevorbereitungen und viel Vorfreude auf deine Ferien. Wir freuen uns, dich/euch in Ubud begrüssen zu können!

      Ganz liebe Grüsse
      Michi

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